Das neue Semester hat begonnen und wieder einmal wurden hunderte von Studienpaketen an die neuen Fernstudenten verschickt. Man erinnert sich genau, wie sehnsüchtig man auf das erste Studienpaket wartete, das 5 kg wog. Die Semesterarbeiten können in einem Zug empfangen werden, bei anderen Kursen oder Modulen werden sie aber auch in regelmäßigen Abständen verschickt. Aber durch das Tohuwabohu am Anfang wussten wir wenigstens, dass wir uns in den nächsten Monaten nicht langweilen würden. Um ehrlich zu sein, waren wir von der Anzahl der Dokumente etwas schockiert. Das Paket enthielt auch zwei CDs, eine mit dem kompletten Lehrmaterial im PDF-Format und die andere mit zusätzlichen Grafiken, Diagrammen und Animationen. Aber das war eigentlich das kleinere Übel. Ein Fernstudium ist kein Ponyhof, sondern eine Herausforderung. Es gab auch noch den direkten Vergleich mit der ersten Studie, bei der im Laufe der Zeit auch viele Dokumente gesammelt wurden, deren Umfang aber nicht ausführlich dargestellt wurde. Die schriftlichen Studienmaterialien sind das Herzstück eines Fernstudiums. Obwohl viele Fernlehrinstitute mittlerweile mit einem modernen Medienmix aus Studienheften, CDs, Präsenzseminaren, Online-Campus etc. arbeiten, sitzen Sie letztlich den Großteil Ihrer Lernzeit zu Hause am Schreibtisch vor mehr oder weniger verständlich formulierten Lehrinhalten. Ein Fernstudium ist also nicht wirklich abwechslungsreich. Neben den Lernmitteln fehlt der direkte und regelmäßige Kontakt und Austausch mit anderen Studenten, Professoren und Lehrern. Auch Seminare, Diplomarbeiten, Vorlesungen, Gruppenarbeiten, die ein abwechslungsreiches normales Studium organisieren, sind bei einem Fernstudium selten. Doch monotones Lernen kann die Motivation stark belasten. Schließlich ist der Mensch ein Wesen, das Abwechslung braucht. Wenn die didaktische Form des Fernstudiums sowie die Art des Studienmaterials dies nicht leisten können, dann muss noch mehr Abwechslung in die Sache gebracht werden. Und genau darum geht es im neunten und vorletzten Teil der Artikelserie 10 Tipps für mehr persönliche Motivation im Fernstudium.

Abwechslung hält motiviert

Zu Beginn des Fernstudiums ist man in der Regel noch hoch motiviert und wissbegierig. Diese Motivation muss aufrechterhalten werden. Auch wenn die anfängliche Euphorie nach kurzer Zeit nachlässt, sollten Sie nie Ihr Ziel und die Freude am Lernen verlieren. Ständig das Gleiche zu tun, führt früher oder später zu Langeweile und schlechterer Leistung. Dies gilt nicht nur für das Fernstudium, sondern auch für alle anderen Lebensbereiche. Daher ist es auch ratsam, die Übung, die Intensität oder die Dauer der Sportart zu variieren. Schon kleine Variationen reichen aus, wie z. B. eine neue Laufstrecke beim Joggen oder eine andere Reihenfolge bei Kraftübungen. Abwechslung im Sport ist nicht nur für den Erhalt der Motivation wichtig. Eine variable Belastung schützt nicht nur vor Sportverletzungen, sondern erhöht auch die Effektivität des Trainings. Immer auf der gleichen Joggingstrecke oder nach dem gleichen Trainingsplan trainieren zu müssen, ist nicht nur langweilig, sondern auch demotivierend. Es empfiehlt sich daher, ab und zu etwas Neues auszuprobieren, und zwar nicht nur beim Training. Denn ein wenig Abwechslung kann eine Quelle der Motivation sein.

Wer auf verschiedene Arten übt, lernt schneller und effektiver

Lernen ist nicht anders. Wenn Sie langfristig motiviert bleiben wollen, müssen Sie sich im Voraus überlegen, wie Sie Ihren Lernplan variieren können. Schließlich dauert ein Fernstudium nicht nur ein paar Wochen oder Monate, sondern mehrere Jahre. Im Allgemeinen wird eine Studienzeit länger als die Standardstudienzeit. Berufstätige, Fernlerner mit Kindern oder andere, die nur wenig Zeit haben, können mit Variationen das Lernen lustiger und motivierender gestalten, auch wenn die Zeit meist knapp ist. Natürlich handelt es sich dabei um schriftliche Studienbücher, die ein wesentlicher Bestandteil des Fernstudiums sind, da sie prüfungsrelevante Themen behandeln. Aber sie sind nur ein Bestandteil der Studie und nicht der wichtigste. Es gibt viele Lehrinhalte, sogar ganze Module, bei denen man noch schneller und effektiver lernt, wenn man auf andere Lehrquellen zurückgreift, z. B. Fachliteratur, Online-Tutorials.

Es gibt viele Möglichkeiten zu lernen und sie sollten genutzt werden

In der Wirtschaftsmathematik wurde z. B. festgestellt, dass man durch Online-Tutorials die Lerninhalte viel verständlicher erlernen kann, als wenn man nur aus den Studienbüchern lernt. Als wir anfingen, mit den Mathe-Lernbüchern zu lernen, ließ die Motivation schnell nach, weil wir nicht über die mathematischen Grundkenntnisse verfügten, um den Inhalt des Unterrichts zu verstehen. Die Studienbücher allein hätten mir sowieso nicht geholfen, sondern wären noch demotivierender gewesen. Nachdem ich mir die Grundlagen erarbeitet hatte, entschied ich mich, auch die anderen Themen mit Online-Tutorials zu lernen, weil es einfach viel abwechslungsreicher und leichter zu verstehen war. Auch die Wirtschaftsmathematik ist ein typisches Beispiel, da sich die mathematischen Fakten unabhängig vom verwendeten Lernmedium nicht ändern. Mathe ist einfach Mathe. Für andere Module kann es aber auch sehr nützlich sein, neben den Studienbüchern auch andere Bücher, Videos, Tutorials zum Lernen zu verwenden. Dadurch erhalten Sie einen vollständigeren Überblick über die Lerninhalte und können das bereits Gelernte ergänzen und somit Ihr Wissen erweitern.

Wer Lernen langweilig findet, macht etwas falsch

Denn dann lernt er einfach nicht richtig und verkompliziert sein Leben unnötig. Das muss nicht so sein. Denn so langweilig, stressig und anstrengend ein Fernstudium mitunter auch sein kann, es kann auch richtig Spaß machen. Die richtige Mischung ist letztlich entscheidend. Beim Erlernen von Sprachen ist es besonders einfach, das Lernen abwechslungsreich zu gestalten. Statt nur Sprachbücher zu lesen und Vokabeln zu pauken, lernen Sie besonders effektiv, wenn Sie zusätzlich Filme in der jeweiligen Fremdsprache sehen, fremdsprachige Bücher und Zeitungen lesen oder Musik und Hörbücher in der zu lernenden Sprache hören. All dies bringt ein wenig mehr Farbe in den Lernstoff und macht das Lernen effektiver. Gerade die unterschiedlichen Lernansätze bieten dem Gehirn eine hervorragende Möglichkeit, Verbindungen zwischen theoretisch gelerntem Vokabular und dessen praktischer sprachlicher Anwendung herzustellen. Dieser Effekt gilt aber nicht nur für Sprachen. Auch für andere Fächer und Themen des Studiums gibt es Lernhilfen, für die man nicht immer extra Geld ausgeben muss. Wer nicht nur in seinen Lernbüchern ausharrt, sondern sein Lernen mit zusätzlichen Aktivitäten anreichert, erwirbt nicht nur ein breites und vielfältiges Wissen, sondern beschleunigt auch den Lernprozess erheblich. So gibt es neben den kostenpflichtigen Angeboten auch viele kostenlose Tutorials auf youtube, mit denen Sie sich gezielt Lerninhalte aneignen können. Was auch nützlich ist und Spaß macht: mit anderen darüber zu sprechen. Das ist bei einem Fernstudium schwieriger, als bei einem Präsenzstudium, weil man seine Mitschüler und Lehrer nicht jeden Tag sieht, aber es ist nicht unmöglich. Zum Beispiel bietet ein Studienzentrum in seiner Einrichtung viele freiwillige Kurse an, die zur Vorbereitung auf Prüfungen genutzt werden können. Auch der Austausch in Foren oder das Lernen in Lerngruppen kann effektives Lernen fördern. Andere können das Thema vielleicht viel besser oder einfacher erklären, so dass sich oft interessante und ungezwungene Gespräche entwickeln, bei denen man nicht nur sich selbst besser kennenlernt, sondern auch etwas nebenbei lernt.

Auch wenn Sie den Lernstoff zunächst als langweilig oder schwierig empfinden, lohnt es sich, sich intensiv und auf vielfältige Weise damit zu beschäftigen. Was können Sie noch tun? Man muss es ja schließlich lernen. Die Freude am Lernen kommt meist mit dem Verstehen. Denn die Dinge, die man gut versteht oder kennt, machen auch mehr Spaß. Anstatt den Kopf in den Sand zu stecken und sich mit einer negativen Einstellung zum Stoff das Leben unnötig zu erschweren, sollten Sie auch langweilige Lerninhalte akzeptieren und versuchen, das Beste daraus zu machen. Oft entpuppt sich selbst anfangs langweiliger und öder Lernstoff als viel interessanter, als man gedacht hätte. Es wird immer Dinge im Leben geben, denen man sich nur ungern stellt. Das gilt für das Fernstudium genauso wie für das Berufsleben oder andere Lebensbereiche. Aber wenn es um Dinge geht, die zu tun sind, kommen Sie nicht weiter, wenn Sie die Situation meiden und eine negative Haltung einnehmen. Das demotiviert Sie nur weiter und führt letztlich zu keinen positiven Ergebnissen. Durch die Abwechslung beim Lernen können Sie sich der Aufgabe aus vielen Blickwinkeln nähern. Das fördert das Verständnis und man lernt schneller, weil es nicht langweilig wird. Mit der Zeit werden Sie immer mehr verstehen und dadurch motivierter für die nächsten Schritte und Themen sein.

Fazit

Lernen kann viel Spaß machen, wenn man Abwechslung mitbringt. Abwechslungsreiches Lernen ist bei einem Fernstudium eine absolute Notwendigkeit, um sich nicht zu langweilen und die Motivation zu erhalten. Wer Zeit sparen und gleichzeitig erfolgreich lernen will, muss Variationen beim Lernen einplanen. Und das ist bei einem Fernstudium gar nicht so schwierig, wie man vielleicht denkt. Zwar bildet das schriftliche Studienmaterial die Grundlage des Lernstoffs, doch kann der Lernprozess durch ergänzende Lehrbücher, Online-Tutorials, Veranstaltungen und den Austausch mit anderen in Foren, Chats oder Lerngruppen mehrdimensional gestaltet werden. Und auch beim Lernen mit Lernbüchern kann Abwechslung nicht schaden. All dies fördert Abwechslung und Konzentration und hält den Geist scharf. Mit großem Interesse am Thema und unterschiedlichen Herangehensweisen an neues Wissen gelangt der Lernstoff schneller und leichter ins Gedächtnis und wird dort durch komplexere Verknüpfungen länger behalten. Dies gilt nicht nur für das Fernstudium, sondern auch für das Berufsleben.